Veronica Mars – Der Film

Veronica Mars

Gestern startete der durch Crowdfunding finanzierte Film zur gleichnamigen Serie “Veronica Mars” im Kino. Warum der Film fantastisch ist – ich ihn aber dennoch nicht uneingeschränkt empfehlen kann. 

Hinweis: Dieser Text wurde aus Sicht eines Fangirls geschrieben und kommt nicht ohne Spoiler aus.

Als Anfang letzten Jahres Rob Thomas und Kristen Bell bei Kickstarter eine Kampagne zur Finanzierung eines Films starteten, war ich ohne zu zögern dabei. Vor sieben Jahren hatte ich die Serie durch Zufall auf ZDF entdeckt, aufgrund der unmöglichen Sendezeiten direkt auf DVD gekauft und seither mehrere Male von Anfang bis Ende angesehen. Ich gehöre zu diesen Fangirls, die felsenfest daran glaubten, die MacherInnen würden ihre Ankündigung ernst machen und die Serie nach Staffel 3 fortsetzen – mit Veronica Mars als FBI-Agentin. (Ursprünglich stand das so auch mal im dazugehörigen Artikel bei Wikipedia, das ist aber wohl bei der Überarbeitung entfernt worden.) Umso größer die Freude über die erfolgreiche Finanzierung bei Kickstarter, die bis dato zurecht die erfolgreichste Kampagne bei Kickstarter überhaupt war. Durch Carolin wurde ich dann darauf aufmerksam, dass der Film auch in Deutschland in der Originalversion kommt – das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

Foto 2
Dank Kinotag von O2 gab es die Karten sogar zum halben Preis.

Ich gehe nicht wirklich gerne ins Kino, vor allem nicht in große Ketten, aber das Publikum bei Veroncia Mars war grandios. Als der Film dann endlich anfing, ging ein Quietschen durch die Reihen – herrlich. Alles Fans und ein Großteil als KickstarterInnen durch die T-Shirts erkennbar. Dadurch entstand eine ganz besondere Atmosphäre im Kino.

Die Handlung: Veronica Mars (Kristen Bell) hat Neptune den Rücken gekehrt und lebt seit zehn Jahren gemeinsam mit Piz (Chris Lowell) in New York und ist dort gerade auf der Suche nach ihrer ersten Anstellung als Anwältin. Als ihr Ex Logan Echolls (Jason Dohring ) in einen msyteriösen Mordfall verwickelt wird und mal wieder als Hauptverdächtiger gilt, reist sie nach einem Anruf von ihm nach Kalifornien.

Lieblingszene: Als Veronica sich zum Bleiben entscheidet und morgens mit ihrer alten Tasche, die sie früher immer getragen hat, aus dem Haus geht und Logan auf sie wartet.

veronicamars_back

Überreife Szene: Veronica gibt ihrer Erzfeindin Madison Sinclair auf der Klassenfeier einen ordentlichen Kinnhaken.

veronicamars_kinnhaken

Schlimmste Szene: Als Veronicas Vater im Auto mit Detective Sacks beinahe getötet wird und Logan ihn noch gerade so aus dem Wagen ziehen kann.

veronicamars_unfall

Lustigste Szene: Logan holt Veronica in seiner Marineuniform vom Flughafen ab.

veronicamars_logan

Bester VM-Move: Der Stinkefinger mit dem Lippenstift. Quasi eine erweiterte Version des klassischen Stinkefinger aus der Tasche ziehen. Ich werde das nun täglich vor dem Spiegel üben.

veronicamars_fuckfinger

Aber: Der Film strotzt nur so vor Insidern. Wer die Serie nicht gesehen hat, wird schwer in die Geschichte einsteigen und noch weniger die Charaktere verstehen können und lieben lernen. Dazu reicht die Zeit des Films nicht aus. Das Wiedersehen und die Geschichte um Weevil gerät zu kurz, Piz wird zu schnell und schmerzlos abgesägt – Hallo, sie haben die letzten zehn (?) Jahre zusammengelebt. Der ganze Film hätte natürlich wesentlich besser in einer vierten Staffel erzählt werden können – was kostet denn so eine Produktion in etwa? Dafür hätten die Fans sicher noch was draufgelegt.

Also: Vorher die Serie anschauen und dann erst ins Kino gehen. Und die Serie sollte sowieso jeder anschauen, die ist einfach ganz besonders gut.

veronicamars_dancing

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