Konzerte im Oktober 2014

Poliça in Frankfurt

Die Septemberkonzerte habe ich geschwänzt – dafür ist im Oktober musiktechnisch wirklich eine Menge los im Rhein-Main-Gebiet. Los geht es gleich am Samstag.

Am Samstag, den 4. Oktober ist die Post-Punk-Indie-Hardcore-Pop-Band Monochrome im Schlachthof Wiesbaden zu Gast. Am spannendsten an der Band, die bereits seit den 90ern (teilweise in anderer Besetzung) exisitiert ist wohl der Wille, dieses Projekt aufrecht zu erhalten und sich ständig gemeinsam weiterzuentwickeln, obwohl die Bandmitglieder alle an anderen Orten wohnen. Vielleicht ist das aber auch der Grund für die Vielseitigkeit. Auf der mittlerweile fünften Platte”Unità” ist die erste und vor über zehn Jahren ausgestiegene Sängerin Ahlie Schaubel wieder mit dabei, ebenso Miss Kenichi, Katharina Puscher (Melody La La) und Laura Lopez Castro. Als Vorband spielen Gran Noir aus Zürich, die wohl irgendwas mit Stoner-Punk, Psycho-Core und Indie-Rock machen.

 

 

Kuschelig wird es am 8. Oktober, wenn Honig im Ponyhof in Frankfurt spielen. Nachdem ich die Jungs & Mädels um Stefan Honig 2013 (?) bereits in intimer Atmosphäre bei einem Wohnzimmerkonzert sehen durfte, hatte ich in diesem Jahr gleich zwei Mal die erneute Freude – beim Haldern Pop Festival und beim Golden Leaves Festival. Mit Honig und den großen Bühnen bin ich bisher nicht so warm geworden, ebenso wenig mit der neuen Platte “It’s Not A Hummingbird, It’s Your Father’s Ghost”. Aber das kann ja noch werden.

 

 

Weiter geht es direkt am nächsten Tag mit Angel Olsen in der Brotfabrik in Frankfurt. Die talentierte Songschreiberin aus St. Louis veröffentlichte 2012 ihr erstes Album und unterschrieb danach bei Jagjaguwar (u.a. Bon Iver).

 

“Olsen erinnert dann an Sandra Dee auf Koks, Nancy Sinatra mit Kater oder Blanche Du Bois lange nach der Zeit auf dem beschaulichen Familiengut »Belle Rêve«. Ihre Musik ist die eines gefallenen Engels, gezeichnet von existenziellen Ängsten, furchtloser Coolness und subtilem Sex. Von ihr geht die verrückte Verführung derer aus, die kurz davor sind, wahnsinnig zu werden.” (Spex)

 

 

2009, als ich Musik im Internet haupsächlich über Hypemachine hörte, war Wallis Bird ein fester Bestandteil meiner Playlist. Seit dem letzten Jahr ist die Musikerin aus Irland, die in Berlin lebt, wieder recht präsent und war in diesem Jahr auch beim Women of the World Festival in Frankfurt dabei. Am 17. Oktober im Schlachthof in Wiesbaden.

 

 

Und auch für das nächste Konzert geht es in den Schlachthof: Captain Planet am 25. Oktober (Räucherkammer!). Lange nicht gesehen, aber immer wieder gut – vor allem im kleineren Rahmen. Ich bin gespannt, ob die Jungs was neues mitbringen, denn die letzte große Veröffentlichung war 2012 die LP “Treibeis” und 2013 eine Split mit ClickClickDecker (großartig!). Als Vorband mit dabei sind Havarii. und Lyvten.

 

 

Dieser Monat gönnt uns keine Pause, denn gleich danach am Sonntag spielt Chris Imler im Mousonturm. Den haben wir dank des “Keine Bewegung”-Samplers (Schnippo Schranke!) kennen und lieben gelernt, obwohl er eigentlich schon ein Alter Hase im Musikgeschäft ist, bisher aber eher im Hintergrund auftrat, unter anderem als Drummer der Golden Showers. In der Jungle World aus dem April gibt es ein sehr lesenswertes Interview mit ihm.

 

“Imler festigte in den Folgejahrzehnten seinen Ruf als wildester, schönster und bester Schlagzeuger der Stadt, spielte für  so unterschiedliche Künstler wie Peaches, Maximilian Hecker, Oum Shatt oder „Die Türen“, und sogar dem musikalisch bis dahin biederen (wenn auch durchaus brillanten und sexuell anziehenden) Chansonier Jens Friebe drückte er in zäher, fruchtbarer Zusammenarbeit seinen verwegenen Stempel auf.” (Powerline Agency)

 

 

Am Dienstag, den 28. Oktober geht es dann zu The Dø im Zoom. Um das französische Pop-Duo, bestehend aus Olivia Merilahti und Dan Levy, war es nach der letzten Veröffentlichung 2011 (Both Ways Open Jaws) recht ruhig geworden, mit der Veröffentlichung der Single “Keep Your Lips Sealed” im Mai 2014 ist ihnen nun scheinbar auch in Deutschland der (große) Durchbruch gelungen.

 

 

Natürlich sind wir für diesen Monat längst pleite, die Konzerte gehen aber trotzdem weiter: Und zwar direkt an den nächsten beiden Tagen. Am 29. Oktober mit ClickClickDecker im Bett und We are Scientists am 30. Oktober im Zoom. Letztere finde ich womöglich nur noch aus nostalgischen Gründen gut.

 

 

Habe ich wichtige, sehenswerte und geheime Konzerte vergessen? Gerne in die Kommentare!

(Foto: Poliça im Palmengarten in Frankfurt)

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